Vorgestern Abend gabs das erste Mal dieses Jahr (seit langem) Leber (ca. 100g Rind) und dazu noch etwa 40g Herz (Rind).
Das entscheidende ist für mich bei Leber der erste Bissen. Geschmacklich war es gut bis ok, nicht berauschend. Habe bis zur Sperre gegessen (Geschmack wird zu langweilig, Konsistenz wirkt nicht mehr angenehm).
Heute das 1. Mal für heuer: Lungenkraut, Gundermann, Wilde Möhre, Taubnesselspitzen und ich glaube Ehrenpreis, bin mir aber nicht sicher, ob es wirklich Ehrenpreis war. ;)
Habe jetzt schon 2 Mal (wild gefangene) Garnelen von meinem Stamm-Fischhändler gekauft. KÖSTLICH! Sind, zumindest jetzt gerade, genau mein Ding! Ich esse auch wahnsinnig gerne die roten Beinchen mit. Leider sind die Garnelen natürlich etwas teuer. Und gefroren wurden sie auch... Naja, egal, ist für mich jetzt kein Weltuntergang. Ich genieße sie weiterhin!
LG Zoe
Was es soeben gab:
1 Gurke, frisches Basilikum, 1 Fenchelknolle und 2 Scheiben "Rohkost-'Brot'" aus Hanf, Chia und anderen div. Nüssen bzw. Samen. (Gurke u. Basilikum nicht (mehr) am (leider verkehrten) Foto)
Heute hab ich zum allerersten Mal in meinem Leben so ein "Rohkost-'Brot'" gegessen. Da ich Rohkost von Anfang an nur mit frischen, unverarbeiteten, "puren" LM in Verbindung brachte, hab ich solche "Rohkostprodukte" noch nie probiert.
Hab aber auch nichts versäumt, finde ich, also es begeisterte mich nicht.
Hab es nur deshalb probiert, weil sowas normal sehr teuer ist, doch es war im Bioladen äußerst günstig zu haben und dies führte gepaart mit meiner Neugier, weil ich sowas ja eh noch nie gegessen hab, zum Kauf.
Das war die Mango Kweni mit der schwarzen Schale...
(das Bilder-Hochladen geht jetzt nämlich )
Dass diese Mango nicht in Ordnung war, hat sich dann eh herausgestellt.
Hier der Eintrag dazu:
Zitat von Mela
Heute gab es das 1. Mal Mango Kweni.
Laut Orkos eine ursprüngliche Sorte.
Vom Aussehen, Geruch und Geschmack und Konsistenz auch absolut gar nicht vergleichbar mit den "üblichen" süßen Zuchtsorten wie Keitt, Kent, Osteen, Edward, usw.
Geruch war richtig penetrant, das ganze Zimmer roch danach , sie schmeckte eher säuerlich, Fruchtfleisch war gelb und super saftig und weich, total viele Fasern.
Aber was mich etwas irritiere: komplett schwarze, raue Schale. Hab ein Foto gemacht, doch das Hochladen funktioniert nicht. Doofes Handy...
Laut Orkos kann's bei ursprünglichen Sorten durchaus vorkommen, dass mal die Schale schwarz und rau ist.
Also eine Art Basisinstinkt scheint es schon zugeben, wenn man in diesem Fall den Tiervergleich erlaubt:
Ein Pferd frisst z.B. gekochte Kartoffeln, aber kein gekochtes Fleisch, was ein Hund aber frisst. Wieso ist das so? Ich denke, dass man zumindest bei diesen Tieren von einer Art Basisinstinkt sprechen kann. Das ist in den Tieren bzw. ihrer Genetik so tief verankert, dass selbst das Denaturieren durch Hitze nichts an instinktiver Zustimmung bzw. Ablehnung ändert.
Vielleicht ist es ein menschlicher Fehler, mal den Aspekt roh oder gekocht außen vor, bei all den haarspalterischen Details, zuviel zu denken. Vielleicht auch nur ein Fehler von Menschen mit "Luxusproblemen".
Meiner Meinung nach spielt die unnatürliche, massige Verfügbarkeit bzw. die quasi unmögliche Beschaffung von 100% Wildkost in Europa eine entscheidende Rolle in der Gesundheit. Zudem der Aspekt dessen, LM SELBST in der Natur zu besorgen. Die körperliche Anstrengung an etwas heranzukommen und die natürliche Verfügbarkeit an sich würden auch einen Instinkt mit der Realität konfrontieren. Ob wir jemals wieder mit dieser "genetisch einprogrammierten" Realität konfrontiert werden, ist fraglich. Wie echte Nahrungsintuition und Instinkt unter unseren heutigen Lebensumständen zuverlässig funktionieren können, ist ein spannendes Thema, was m.M.n. aber nicht mit abschließender Sicherheit geklärt werden kann.... evtl. in ein paar 100 Jahren, wenn es Langzeitdaten zu verschiedenen generationsübergreifenden Ernährungsstilen geht, die 100%ig eingehalten werden.
Vieles ist ungewiss und der Mensch wird immer neue Fragen haben. Also... macht das beste aus den aktuellen Augenblick und vergesst nicht zu beobachten. Etwas anderes bleibt uns eh nicht übrig.
Inwiefern ein Instinkt unter Kochkost funktioniert, evtl. in Teilaspekten, lässt sich objektiv wohl kaum herausfinden/ beurteilen, weshalb ich nicht ausschließen mag, dass der Kümmel oder Senf oder der Fleischgeruch an sich, möglicherweise tatsächlich einen echten Bedarf an Inhaltsstoffen andeuten. Es ist nicht so, dass ich das als persönlichen Maßstab heranziehe, aber wie will man das schon ausschließen können.
Von Familie und Freunden, die sich allesamt gekocht ernähren, kann ich berichten, dass sie eine gewisse Zeit lang ein gewisses LM total präferieren (quasi "Bedarf" haben) und dann legt sich das aber auch wieder.
Inwiefern das mit "Instinkt" oder "Bedarf" zu tun hat?
Nach meinem Verständnis funktioniert die Intuition - gepaart mit dem Instinkt - nur bei rohen, naturbelassenen Lebensmitteln. Alles andere ist Augenwischerei und Ersatzbefriedigung.
Bei diesem Punkt wäre es evtl. wichtig aufzuschlüsseln, was als Instinkt bzw. Intuition verstanden wird, wo ggf. Unterschiede liegen bzw. ob nicht eins Bestandteil des anderen ist.
Frage dazu wären: - was wäre falsch daran nur nach der Intuition/ nur nach dem Instinkt zu gehen.
Für mich ist der Instinkt sinngesteuert: Begutachtung des LMs von optischer, haptisch-taktiler, geruchlicher, akustischer und geschmacklicher Qualität
Für mich ist die intuitive Auswahl aber immer eine Mischung aus "emotionalen und geistigen Erfahrungswerten" und somit äußerst schwierig von Prägungen, egal aus welcher Epoche der eigenen Vergangenheit, zu trennen.
Wenn ich also beispielsweise plötzlich Appetit auf eine Rostbratwurst mit Senf habe (ist noch gar nicht so lange her, war auf einem Spaziergang), dann geht es da definitiv nicht um diese Nahrungsmittel, sondern um irgendeine Assoziation, die mit diesen Nahrungsmitteln im Zusammenhang steht.
Andere langjährig konsequente Rohköstler haben andere Erfahrungen gemacht: Es zeige bei ihnen eigenen (Roh-)Fleischbedarf an.
Weiterer Punkt: Kann das von dir behauptete (denn niemand weiß es letztendlich) nicht auch auf überzüchtete, rohe Produkte bzw. getreideverseuchte Tierprodukte zutreffen, die geschätzte 98% fast jeder Rohkosternährung ausmachen?
Um hier einwandfrei differenzieren zu können und mit Instinkt dessen Entstehung aus der Evolution heraus bzw. dem "Gegenteil" "Verlangen durch Assoziationen" argumentieren zu können, müsste man zwischen 100% Wildrohkost und Manipulationen jeglicher Art unterscheiden. Und Denaturierung durch Erhitzung ist nur eine von mehreren Arten LM aus der natürlichen Balance zu werfen. Was macht das zuviel an Zucker und Flüssigkeit in Früchten, die extrafett gezüchteten Tierrassen und der allgemeine Mangel an Mineralien etc.pp. der Zucht-LM ?
Entweder signalisiert mein Körper Bedarf an einem der Inhaltsstoffe (könnte auch nur ein Inhaltsstoff von Senf sein; oder Kümmel in der Wurst, oder ...), oder es geht um eine Erinnerung an eine angenehme Situation in der Vergangenheit (Kindheit), in der ich eben diese Nahrungsmittel verzehrt habe, und die abgespeicherten sensorischen Eindrücke sind damit untrennbar verbunden ... und der Körper will sich dieses (nicht primär durch die genannten Nahrungsmittel hervorgerufene) Wohlgefühl wieder verschaffen
Wir wissen im Grunde nichts genaues über den Instinkt oder Nahrungsintuition aus rationaler Beobachtung. Das ist eigene, individuelle Gefühlswelt. Inwiefern ein Instinkt unter Kochkost funktioniert, evtl. in Teilaspekten, lässt sich objektiv wohl kaum herausfinden/ beurteilen, weshalb ich nicht ausschließen mag, dass der Kümmel oder Senf oder der Fleischgeruch an sich, möglicherweise tatsächlich einen echten Bedarf an Inhaltsstoffen andeuten. Es ist nicht so, dass ich das als persönlichen Maßstab heranziehe, aber wie will man das schon ausschließen können.
Ich erlebe, wie ich innerlich oder auch im Laden vor bestimmten Lebensmitteln stehe und merke, ok, das ist es gerade gar nicht, was ich eigentlich will und dann, wie es in mir anfängt "umzurechnen" : worum geht es hier eigentlich und was ist eine für mich jetzt passende Antwort darauf.
Es geht um Verdrängung. Willst Du diese Verstrickung auflösen, musst Du Dich dem stellen, was Du verdrängst. Der Drang, das nicht zu tun (Angst!) und statt dessen wieder die Ersatzbefriedigung zu nutzen, kann sehr groß werden, z.B. wenn Du (Mutter-)Liebe, (soziale) Zugehörigkeit oder ähnliches mit bestimmten Nahrungsmitteln assoziiert hast. Du wirst das im ersten Moment nicht merken (ist ja verdrängt) - du wirst nur einen unbändigen Drang hin zu diesen Nahrungsmitteln spüren (der Duft, z.B. von Brot, kann Dich schier wahnsinnig machen). Jetzt bist Du entweder stark genug, um zu widerstehen - oder es hat Dich jemand angekettet (vergleiche Odysseus bei den Sirenen). Es gilt, diesen (kleinen) Tod zu sterben, um frei zu werden. Finde heraus, was Du eigentlich willst (ist in diesem Fall dann nichts zu essen) - und frage Dich, warum Du Dir das nicht zugestehst (wer es Dir ev. verboten oder mit Auflagen versehen hat).
dann geht es da definitiv nicht um diese Nahrungsmittel, sondern um irgendeine Assoziation, die mit diesen Nahrungsmitteln im Zusammenhang steht.
Ich erlebe, wie ich innerlich oder auch im Laden vor bestimmten Lebenmitteln stehe und merke, ok, das ist es gerade gar nicht, was ich eigentlich will und dann, wie es in mir anfängt "umzurechenen" : worum geht es hier eigentlich und was ist eine für mich jetzt passende Antwort darauf.
Ich erinnere mich noch wie sehr ich mich früher freute, daß ich einfach intuitiv meine Nahrungsmittel auswählen kann und es geht mir beständig gut damit.
Das dachte ich so lange, bis daß ich zunehmend Symptome entwickelte, also was ändern musste.
Da kam ich dann an meine persönlichen Grenzen und ging zu Ärzten/ Heilpraktikern , ich gab ein Stück weit ab.
Nach meinem Verständnis funktioniert die Intuition - gepaart mit dem Instinkt - nur bei rohen, naturbelassenen Lebensmitteln. Alles andere ist Augenwischerei und Ersatzbefriedigung.
Wenn ich also beispielsweise plötzlich Appetit auf eine Rostbratwurst mit Senf habe (ist noch gar nicht so lange her, war auf einem Spaziergang), dann geht es da definitiv nicht um diese Nahrungsmittel, sondern um irgendeine Assoziation, die mit diesen Nahrungsmitteln im Zusammenhang steht. Entweder signalisiert mein Körper Bedarf an einem der Inhaltsstoffe (könnte auch nur ein Inhaltsstoff von Senf sein; oder Kümmel in der Wurst, oder ...), oder es geht um eine Erinnerung an eine angenehme Situation in der Vergangenheit (Kindheit), in der ich eben diese Nahrungsmittel verzehrt habe, und die abgespeicherten sensorischen Eindrücke sind damit untrennbar verbunden ... und der Körper will sich dieses (nicht primär durch die genannten Nahrungsmittel hervorgerufene) Wohlgefühl wieder verschaffen (Thema: gekochte Mutter).
Nachdem du dein Lebensmittel ausgewählt und die Mahlzeit beendet hast, wirst du sehen, je nach Feinfühligkeit deines Empfindens, was zu schulen einige Jahre dauern kann - wie bei mir-, ob deine Intuition oder die Gedankengänge/ Wissen, was diese ggf. beeinflusst haben, richtig waren.
Ich erinnere mich noch wie sehr ich mich früher freute, daß ich einfach intuitiv meine Nahrungsmittel auswählen kann und es geht mir beständig gut damit.
Das dachte ich so lange, bis daß ich zunehmend Symptome entwickelte, also was ändern musste.
Da kam ich dann an meine persönlichen Grenzen und ging zu Ärzten/ Heilpraktikern , ich gab ein Stück weit ab.
Derzeit denke ich, daß Intuition in das Erleben führt, das für einen selber wichtig ist, daß es eben wie Du schreibst wohl eine Art Schulung ist.
Das finde ich eine spannende Frage.... würde letztendlich irgendwann jeder , der aufs Körpergefühl achtet, irgendwann die Gleiche Nahrungspalette haben?
Wie bereits erwähnt wurde, hängt das von versch. Faktoren ab. (Verfügbarkeit, Lebensraum, etc.)
Haargenau gleich wird die Palette aber mMn nie sein, denn jeder Körper hat einen anderen Bedarf und dieser unterliegt ja auch wieder vielen Faktoren. (Alter, Geschlecht, Aktivität, etc.)
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